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Autor Thema: Ventilschaftdichtungen  (Gelesen 131 mal)

Peter Koch

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Ventilschaftdichtungen
« am: 02. August 2019, 15:09:35 »

Moin,

hat schon einmal jemand die Ventilschaftdichtungen bei eingebautem Motor gewechselt? Bei Zyl 5 und 8 sind bei mir die Kerzen ziemlich verölt und ich vermute es sind die Dichtungen. Kompression ist überalle ziemlich gleichmässig.

viele Grüße

peter
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BMW 502

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Antw:Ventilschaftdichtungen
« Antwort #1 am: 04. August 2019, 18:27:15 »

Hallo Peter,
auf die Antworten bin ich auch sehr gespannt. Bei meinem Motor (2,6 Ltr, 110 PS), ist die ganze linke Zylinderreihe stark verölt.
Grüße
Karl-Heinz
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Karlheinrich Meisel

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Antw:Ventilschaftdichtungen
« Antwort #2 am: 05. August 2019, 08:50:23 »

Die Werkstätten haben dafür Einsätze, die an Stelle der Zündkerze mit einem Anschluß für eine Stickstoffbombe eingesetzt werden und die Ventile mit Gasdruck geschlossen halten. Wenn man das nicht hat, wird's knifflig. Ich habe es beim BMW noch nicht gemacht, aber als Student bei meinem 76 er Polo, bei dem die Ventilschaftabdichtungen mehrfach hinüber waren. Dazu habe ich den jeweiligen Kolben in OT gebracht. Als Haltevorrichtung für das Ventil habe ich mir einen starken Metallstab (ich glaube der war aus einem alten, ausgemusterten KÜhlschrank) so zurechtgebogen, dass er gerade noch durch das Kerzenloch passte, gedreht werden konnte und sich dann am Kolbenboden abstützte. Die Gefahr dabei: Der Stab kann sich drehen und das Ventil in den Brennraum fallen. Ist mir 2 mal passiert, ich konnte es aber jeweils am Ventilschaft packen und wieder hochziehen. Das Ganze hat geklappt, ist aber nur bedingt zu empfehlen. Was auch klappen könnte: Kolben auf OT, Brennraum mit Öl befüllen, Kerze wieder rein und dann schnell sein, so dass man fertig ist, bevor das Öl an den Kolbenringen vorbei weggetropft ist. Das habe ich nie probiert, ist nur so eine Idee und klappt wahrscheinlich auch nur bei wirklich dichten Brennräumen. Übrigens: bei unseren BMW's passen die Ventilschaftabdichtungen von VW. Die Dichtungen von Jürgen Dettki sitzen so fest auf den Ventilschäften und so locker auf den Führungen, dass sie munter mit den Ventilen auf und ab wandern. Dass das dann wirklich dicht ist wage ich zu bezweifeln.
Gruß KH
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Meyer Gerhard

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Antw:Ventilschaftdichtungen
« Antwort #3 am: 05. August 2019, 16:44:16 »

Hallo Peter und Karl-Heinz,

die Ventilschaftabdichtungen habe ich an meinem Motor 1984 in eingebautem Zustand
gewechselt. Nach meiner Erinnerung war das kein Problem. Man muß die Kipphebelwellen
ausbauen, dann sind die Ventile durch die Federn geschlossen. Nun muß nacheinander
jeder Kolben mit der Kurbelwelle auf den höchsten Punkt nach oben gedreht werden.
Überprüfen kann man das mit einem Bleistift durch das dazugehörige Kerzenloch. Jetzt wird
die erste Feder mit einem Spezialwerkzeug zusammengedrückt bis man das Keilkegel-
paar herausnehmen kann und danach  Federteller und Feder und Ventilschaftdichtung.
Sollte die Feder aus dem Werkzeug entnommen werden, dann darauf achten, daß oben
und unten nicht verwechselt werden. Nach Einbau der neuen Dichtung und Zusammen-
bau wird die danebenliegende Ventilfeder in gleicher Weise gespannt und ausgebaut.
Anschließen wird der nächste Kolben auf OT gedreht und das gleiche Spiel beginnt.

Bevor zuletzt die Kipphebelwellen wieder eingebaut werden, sollten die Stößelstangen
überprüft werden, ob die Stangen noch fest in den Hülsen sitzen. Es gab etliche Fälle,
daß diese sich gelöst hatten und unerklärliche Geräusche machten. Es sollten auch die
Gummis der Ölröhrchen erneuert werden. Zuletzt die Ventileinstellung überprüfen.

Die von meinem Vorschreiber geschriebenen Möglichkeiten finde ich sehr abenteuerlich.

Gruß, Gerd
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Karlheinrich Meisel

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Antw:Ventilschaftdichtungen
« Antwort #4 am: 06. August 2019, 10:36:47 »

Hallo Gerhard,
ja ja, aber wie verhinderst Du, dass beim Zusammendrücken der Ventilfeder das Ventil einfach nachgibt und sich öffnet? Oder stieß es bei Deinem Motor einfach auf dem Kolbenboden an? (gewölbter Kolbenboden?) Wie gesagt, Kolben auf OT. Trotzdem war bei meinem Polo zwischen geöffnetem Ventil und Kolbenboden noch soviel Platz, dass auch bei gerissenem Zahnriemen nichts passieren konnte. Wie gesagt, beim BMW habe ich es nie am eingebauten Zylinderkopf gemacht. Am ausgebauten Zylinderkopf (beim BMW, sowohl bei 2,6 L ,100PS als auch 3,2 L 120 PS, beide plane Kolbenböden) musste ich aber das jeweilige Ventil auf einer planen Arbeitsplatte unterfüttern, um das Öffnen zu verhindern. Dazu habe ich einfach einige Unterlegscheiben unter das jeweilige Ventil gelegt. Zum Zusammendrücken der Ventilfeder habe ich kein Spezialwerkzeug benutzt, sondern einfach einen gekröpften Ringschlüssel. Mit einem leichte Ruck fielen die Keilchen dann einfach raus. Der Einbau war dann etwas kniffeliger. Da musste ich die Keilchen so auf den Federteller legen, dass sie beim Zusammendrücken der Feder von alleine in ihre Nut rutschten (Bei der Ringschlüsselmethode braucht man beide Hände). Das ging zwar, aber eine 2. Person, die mit einer feinen Zange etwas nachgeholfen hätte, wäre sehr hilfreich gewesen. Aus dieser Notwendigkeit, die Ventile zu unterlegen habe ich geschlossen, dass zumindest bei Motoren mit planem Kolbenboden das Ventil ohne gegenzuhalten ebenfalls öffnen und nachgeben würde. Daher die "abenteuerlichen" Maßnahmen. Die eine ist am Polo ausprobiert, die andere reine Theorie. Allerdings waren die Zündkerzenlöcher beim Polo erheblich besser zugänglich als beim BMW. Noch eine generelle Anmerkung: Wenn die Kerzen deutlich verölt sind, sind wahrscheinlich auch die Ventile und die Ventilsitze verkokelt (war zumindest bei mir immer so), so dass ein Ausbau mit Reinigen der Ventile und Ventilsitze ohnehin sinnvoll wäre.
Gruß KH
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Meyer Gerhard

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Antw:Ventilschaftdichtungen
« Antwort #5 am: 06. August 2019, 13:33:36 »

Hallo Karlheinrich,

dazu gibt es eben einen Ventilspanner der die Ventilfeder unten links und rechts
und oben den Ventilteller umfaßt. Mit einem Griff wird das Ganze dann zusammen-
gedreht bis man die Keile herausnehmen und alles vom Ventilschaft abnehmen
kann. Das Ventil fällt dann ein kleines Stück auf den obenstehenden Kolben.

Für den ausgebauten Zylinderkopf gibt es ebenfalls einen Ventilspanner. Dieser
reicht um den Kopf und erfaßt unten den Ventilboden und oben den Ventilteller
über der Feder. So ist der Ein- und Ausbau vollkommen einfach und es wird
nichts beschädigt.


Gruß, Gerd
« Letzte Änderung: 06. August 2019, 13:39:13 von Meyer Gerhard »
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BMWObi

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Antw:Ventilschaftdichtungen
« Antwort #6 am: 06. August 2019, 14:00:48 »

Hallo Karlheinrich,
hast Du die genaue Typbezeichnung der VW Dichtungen bzw. für welchen Motor/Modell ?
Meine Dichtungen flitzen auch durch die Gegend !

Detlef
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Karlheinrich Meisel

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Antw:Ventilschaftdichtungen
« Antwort #7 am: 06. August 2019, 14:35:20 »

Hallo, diese Spezialwerkzeuge kannte ich nicht. Wieder was gelernt. Ich hab's mit meinem Werkzeugkasten probiert. Den Tip mit den VW-Dichtungen habe ich von Winterkemper. Er hat es im Gespräch beiläufig erwähnt. Leider habe ich keine Ersatzteilnummern. Ich hatte aber in meiner "Müllsammlung" (so die Bezeichnung meiner Frau) noch eine alte Einbauhülse aus VW-Polo_Zeiten. Die passte auf die BMW-Ventile, so dass ich vermute, dass es so viele Dichtungssorten gar nicht gibt.
viele Grüße KH
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BMW 2600 L, Bj. 4/1963, Pazifikblau

Peter Koch

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Antw:Ventilschaftdichtungen
« Antwort #8 am: 06. August 2019, 21:29:27 »

Huhu,

super Beiträge, gibt ja doch noch Schrauber und nicht nur Fahrer hier  :)

Hatte am Wochenende schon nach Werkzeug gesucht. Den Spanner gibts auch bei Ebay,

https://www.ebay.de/itm/Ventile-Federn-Ventilfederspanner-Federspanner-BMW-VW-Boxer-Motor-T2-T3-Werkzeug/173543980459

dann müssen die Ventile ja oben bleiben. Weiss nicht ob OT reicht das die nicht zu tief reinfallen.

https://www.ebay.de/itm/Druckluft-Ventilhalter-M14-M18-Zundkerzengewinde-Uberdruck-Ventil-Halter/391281366840

nen Konmpressor hat ja eigendlich jeder Schrauber zuhause. Nun währe nur noch zu klären was für VW Dichtungen man braucht dann steht dem Tausch nichts mehr im Wege.

viele Grüße

peter
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