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Autor Thema: Motor nicht ganz trocken  (Gelesen 405 mal)

Klemens Ganz

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Motor nicht ganz trocken
« am: 26. Juni 2017, 22:18:18 »

Hallo allerseits,
nach dem lwechsel musste ich erstmal kreativ werden, um den Öldeckel dicht zu kriegen, war knifflig, auch
mit neuer Öldeckeldichtung drückt er an einer Stelle leicht Öl hinaus.
Um das zu prüfen, habe ich auch mal den Motor sauber gemacht, auch von unten und bin 30km gefahren. Der
Motor ist vorne etwas undicht und halt hinten zur Kupplung hin, die wohl üblichen Stellen.
Ich will jetzt aber nicht den ganzen Motor herausnehmen und neu abdichten lassen, mir riet jemand dickeres Öl (20W60), drin sind 20W50, oder ein Zusatzmittel das innen etwas abdichtet. Was haltet ihr davon und hat das schon mal jemand ausprobiert?
Viele Grüße
Klemens
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Karlheinrich Meisel

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Antw:Motor nicht ganz trocken
« Antwort #1 am: 27. Juni 2017, 08:17:33 »

Hallo Klemens,
kannst Du feststellen, wo genau der Motor undicht ist? Zu den angeblich abdichtenden Ölzusätzen ist folgendes zu sagen: Sie lassen die (Kunststoff)-Dichtungen aufquellen und damit wieder etwas besser abdichten. Das gilt vor allem für Simmerringe und Ventilschaftabdichtungen. Aber: wenn Du sie wieder weglässt, schrumpfen die Dichtungen wieder, aber nicht in ihre alte Form. Dadurch werden sie dann richtig undicht. Hatte ich mal bei den Ventilschaftabdichtungen meines damaligen Citroen. Und: Bei den meisten Stellen unserer BMW's bringt das sowieso nichts: Papierdichtungen quellen nicht, das geht nur bei Kunststoffdichtungen, und die Graphitringe der Kurbelwellen quellen auch nicht. Und einige, bei mir undichte Stellen haben ohnehin keine Dichtung: die Ölleitungen von und zum Filter und der Anschluß für das Manometer. Die habe ich abgeschraubt und mit etwas Dirko HT wieder zusammengesetzt (nicht zu viel nehmen). Vorsicht: die ersten Ölleitungen habe ich abgedreht, da sie mit der Überwurfmutter verklebt waren. Übrigens hat mir mein ehemaliger Werkstattmeister mal erzählt, wie er undichte Autos über den TÜV bringt: Wenn der Prüfer ins Haus kommt, steht das Auto "zufällig" auf der Bühne, unten schön trocken. Und weil es da gerade so schön steht, macht der Prüfer auch gleich alle Untersuchungen von unten. Dann wird noch die Beleuchtung überprüft und über den Bremsenprüfstand gefahren, aber unters Auto schaut keiner mehr.
viele Grüße Karlheinrich
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BMW 2600 L, Bj. 4/1963, Pazifikblau

Meyer Gerhard

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Antw:Motor nicht ganz trocken
« Antwort #2 am: 29. Juni 2017, 12:38:56 »

Hallo Klemens,
Dein Öldeckel ist undicht, weil Du wahrscheinlich nicht mehr den originalen Filter MANN 1032 eingebaut
hast. In der letzten Zeit hat es bei vielen V8-Besitzern dieses Problem gegeben, auch bei meinem Auto.
Die Dichtung wurde dann als Ursache angenommen. Schuld war aber der andere Ölfilter, der höher ist
als der MANN-Filter. Die Windungen der kegelförmigen Feder innen an der Deckelschraube werden dann
beim Anziehen der Schraube zusammengedrückt und man glaubt, der Deckel ist dicht. Dies ist in vielen
Fällen nicht der Fall, da der höhere Filter dagegen drückt.

Ich habe von der Feder die obere Windung abgekniffen und die nun obere Windung im Schraubstock
zusammengebogen, so daß sie wieder fest in der Nut der Befestigungsschraube sitzt. Jetzt war der
Deckel dicht.

Die Frage nach dem Öl ist eine Glaubensfrage, über die es genügend Meinungen gibt. In einem Ölbericht
der Oldtimer Markt wurde mal geschrieben, daß das einfachste und billigste Öl immer noch besser ist,
als die Öle z.Z. der Herstellung der Autos. Für meine Autos nehme ich ein 10W-30 oder -40 Öl, dazu beim
V8 einen Zusatz von 20 % der Ölmenge LUCAS OIL Heavy Duty Oil Stabilizer. Dies sind ca. 1,2 Ltr. beim
V8 und der Rest das normale Motoröl. Vertrieben wird das Öl von der Fa. Kuno Racing in Lünen. Mit diesem
Mittel hat der Motor einen höheren Öldruck auch bei hohen Temperaturen und tropft weniger. Du kannst
das im Internet nachlesen.

Gruß, Gerd   
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Peter Koch

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Antw:Motor nicht ganz trocken
« Antwort #3 am: 30. Juni 2017, 17:13:42 »

Moin,

da es die originalen Filter ja nicht mehr gibt, gibt es nicht die Möglichkeit die mit einem neuen Filterelement zu versehen wenn alte gebrauchte Originalfilter vorhanden sind? Vielleicht mit einem feinen Metallsieb wie es auch beim Mercedes 300 verwendet wird. Die könnte man beim Ölwechsel einfach auswaschen und das Thema Ölfilter währe gelöst.

viele Grüße

Peter
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Klemens Ganz

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Antw:Motor nicht ganz trocken
« Antwort #4 am: 30. Juni 2017, 19:59:41 »

Hallo,
vielen Dank für eure Antworten. Die Mann-Filter habe ich noch, bezogen über ein Clubmitglied, das noch einige Filter hat. ich hatte nämlich vorher auch einen anderen drin, aber der ging nicht wirklich. Ansonsten sind die Anschlüsse und Ölleitungen dicht.
Ich habe anstatt einem 2 verstärkte Abdichtringe im Ölfilterdeckel, das funktioniert ganz gut.
Ich werde das dann aufgrund eurer Erfahrungen mit den üblichen Motorzusätzen lassen, finde aber den Tipp von Gerd mit diesem Zusatz von Heavy Duty OIL interessant. Ich habe jetzt bei mir (erst gewechselt) 20W50 reingemacht, geht das auch mit diesem Mehrbereichsöl? Wenn ja würd ich es mal ausprobieren, da du Gerd ja wohl gute Erfahrungen damit gemacht hast.
Sicher eine gute Überlegung wäre das Gehäuse der Mann-Filter wieder aufzubereiten, technisch sicher möglich, aber bei den Stückzahlen?   
Euch allen ein schönes Wochenende!
Klemens
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Karlheinrich Meisel

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Antw:Motor nicht ganz trocken
« Antwort #5 am: 02. Juli 2017, 10:12:02 »

Die original Mann-Filter gibt es noch. Sowohl bei BMW als auch bei Jürgen Dettki und auch bei ebay. Sucht mal unter BMW V8 Mann 1032 Filter.
http://www.ebay.de/itm/MANN-Olfilter-H-1032-/272456066365?epid=1041924695&hash=item3f6fa5a53d:g:CLkAAOSwWxNYp6NQ
Gruß KH
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Jochen Schurer

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Antw:Motor nicht ganz trocken
« Antwort #6 am: 16. August 2017, 09:06:45 »

Hallo Zusammen,
nachdem ich mich mit unserem 502 nun 20 Jahre immer peinliche Ölspuren hinterlassen habe, haben wir nun die Ersatz-Borgmannringe von H. Kliefoth eingebaut, funktioniert einwandfrei und ist dicht! :D; hätte ich schon lange machen sollen!

http://www.ebay.de/itm/Borgmannring-Ersatz-fur-BMW-V8-501-502-503-507-Bertone-Lesen-/152599750552?hash=item2387a76798:g:OjYAAOSw44BYRBrL
 
Im ebay stehen fener folgende Infos:
Keine Gehäuse-Bearbeitung nötig!!!
Der Ring wird über den Flansch gezogen, er wird nicht getrennt !!
Ersatz für den Borgmannring/Schnur
Geschlossener Simmerring für hintere Kurbelwellenabdichtung
Kein Ölaustritt auch nach längerem Stillstand nicht!
Bei Interesse, Einbauanleitung vorab erfragen.
Sonderanfertigungen für andere Fahrzeuge kein Problem.
Es werden nur die Maße der Nutbreite/Form/Durchmesser, Kurbelwellendurchmesser, Flanschdurchmesser benötigt..
 

 
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Karlheinrich Meisel

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Antw:Motor nicht ganz trocken
« Antwort #7 am: 16. August 2017, 15:32:05 »

Hallo,
das hatte ich auch schon länger gesehen, aber bisher immer aus folgendem Grund die Finger davon gelassen: Da steht zwar keine Bearbeitung des Gehäuses nötig, aber es steht nicht, keine Bearbeitung der Kurbelwelle nötig. Ich befürchte, daß die Riffelung der Kurbelwelle abgedreht werden muß oder daß man nicht lange Freude an dem Borgmannring haben wird, weil die Riffelung jede Dichtfäche kaputt schreddert. Gibt es da längere Erfahrungen?
Gruß KH
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hddmax

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Antw:Motor nicht ganz trocken
« Antwort #8 am: 16. August 2017, 15:52:09 »

Stimmt die KW und die Riemenscheibe muss bearbeitet werden.
fahre derzeit 4000 km damit, und mein originaler Motor bekommt
das selbe Upgrade  ;)

Klemens Ganz

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Antw:Motor nicht ganz trocken
« Antwort #9 am: 16. August 2017, 17:40:20 »

Hallo, klingt gut.
Wie groß ist deer Aufwand beim Einbau?
Grüße
Klemens
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hddmax

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Antw:Motor nicht ganz trocken
« Antwort #10 am: 16. August 2017, 18:19:26 »

KW ausbauen, schleifen lassen
Riemenscheibe abdrehen lassen

und alles wieder zusammenbauen  ;D

Jochen Schurer

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Antw:Motor nicht ganz trocken
« Antwort #11 am: 16. August 2017, 19:15:22 »

Hallo Zusammen,
ja das stimmt natürlich die Kurbelwelle muss glatt geschliffen werden, was bei mir schon der Fall war, leider wurde der Simmering damals vom Vorgänger aufgeschnitten und mit zu viel Kit reingeklebt, weshalb er vermutlich etwas verformt war..
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Klemens Ganz

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Antw:Motor nicht ganz trocken
« Antwort #12 am: 16. August 2017, 19:47:34 »

Danke für die Infos,
werde ich für nächstes Jahr auch mal vornehmen, meiner tröppelt auch leicht, aber ich schau jetzt erst mal,
wie das Mittel, das gerd empfohlen hat, bei meinem wirkt....!
Grüße
Klemens
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Jochen Schurer

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Antw:Motor nicht ganz trocken
« Antwort #13 am: 18. August 2017, 09:48:00 »

Hallo HDDmax,
was ist genau mit Riemenscheibe abdrehen gemeint?
Kann mir gerade nicht vorstellen, dass außer dem Glattschleifen der Borgmann-Riffelung noch etwas machen muss.
Viele Grüße
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hddmax

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Antw:Motor nicht ganz trocken
« Antwort #14 am: 18. August 2017, 09:59:00 »

die Riemenscheibe hat 46mm und der Simmering braucht 45mm

hier die ganze Story:

http://www.oldtimerforum.at/showthread.php?tid=952
 

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