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Autor Thema: festsitzender Zylinderkopf  (Gelesen 310 mal)

BMWObi

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Antw:festsitzender Zylinderkopf
« Antwort #15 am: 24. März 2017, 09:50:17 »

Oh, wie schön, ein ausgebauter Motor !
Das mit den möglicherweise rostigen Laufbuchsen macht mir jetzt dann doch Sorgen.
Die Kolbenringe lösen sich durch vorsichtiges Erhitzen mit der Flamme. Die Ringen dehnen sich aus und sprengen sich selber aus der Nut. Nur ein paar Zehntel, aber mit bloßem Auge sichtbar. Danach konnte ich gestern Abend schon mal einen Ring entfernen. Auch jetzt noch mit Gewalt.
Interessant war für mich die Erfahrung, dass die Ringe sich schneller ausdehnen als der Kolben (mach ja auch Sinn) und das selbst festsitzenden Ringe bei Erwärmung den Kolben wieder dichten werden. Sie kommen nach dem Abkühlen aber nicht wieder in ihre alte Position zurück, so dass sie möglicherweise an der Zylinderwand schleifen. Egal, raus damit und neue rein !

Detlef
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BMWObi

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Antw:festsitzender Zylinderkopf
« Antwort #16 am: 29. März 2017, 11:21:06 »

Bin jetzt beim 4. Kolben. Es ließen sich sogar ein paar Ringe ganz entfernen.
Die meisten müssen aber herausgebrochen werden. Einige sind durch 'Ölkohle' verklebt, andere sitzen anscheinend durch Alu-Korrosion fest.
Bei denen war wohl kein Öl unterm Ring, was die Frage nach der Schmierung aufwirft.
Insgesamt sehen aber bisher alle Ringe, Pleuellager und Laufbuchsen perfekt aus.

Detlef
 
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Haefeli Paul

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Antw:festsitzender Zylinderkopf
« Antwort #17 am: 18. April 2017, 20:36:55 »

Hallo Detlef,
wenn ich dies so lese, würde ich Dir empfehlen etwas mehr zu Investieren und den Motor gleich richtig zu machen. Später wirst Du Dich ärgern.
Anbei ein paar Bilder von meiner Revision: http://bmw.hweb.ch/index.php/eigene-fahrzeuge/bmw-3200-cs/motorrevision
In der Zwischzeit habe ich es sogar bereut, dass ich nicht von Anfang an auf Dichtringe vorne und hinten umgerüstet habe.
Dies habe ich dann nachgeholt, da ich den Motor nicht dicht bekommen habe. Meine Umrüstung war etwas aufwendig, denn ich habe mir einen geteilten Dichtring für hinten anfertigen lassen und die Hehäusehälften dafür ausgefrässt. Vorne bekommst Du Standard Dichtringe nur der Deckel muss ausgefräst werden.
Heute bekommst Du einen Wellendichtring für die Kurbelwelle hinten, welcher in das Gehäuse an Stelle der Dichtschnur passt: http://www.bmw-v8-club.de/index.php/der-club/eratzteilbeschaffung/834-simmerring-hintere-kurbelwellenabdichtung-v8

Dies ist meine ganz persönliche Meinung / Erfahrung. Der Aufwand das Ding nochmals zu zerlegen ging mir gegen den Strich.
Dies musst Du aber selber entscheiden.
Viele Grüsse
Paul
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Man hat nicht zuwenig Zeit: Man nutzt sie nur falsch. http://bmw.hweb.ch

BMWObi

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Antw:festsitzender Zylinderkopf
« Antwort #18 am: 19. April 2017, 15:50:12 »

Hallo Paul,
vielen Dank für Dein Interesse. Ich werde den Motor zu Not auch wieder auseinanderbauen, wenn es erforderlich ist. Zur Zeit habe ich aber keinen Zugang zu einer Hebebühne bzw. einem Hebezeug. Ich werde den Motor nie wieder im eingebauten Zustand auseinander nehmen und kann auch nur davon abraten. Bei mir war das eine Notlösung. Das dauert ja mindestens 4 mal so lang. Mal davon abgesehen, dass man gar nicht an alles herankommt. Ich habe am Wochenende fast den ganzen Tag für die 4 Schrauben der beiden Ölleitung gebraucht !!! Ist der Ölfilterbehälter bei den jüngeren Fahrzeugen auch hinten dicht an der Spritzwand ? 
Da ich jetzt die schwierigen Stellen kenne und die rostigen gelöst habe, wird es bei nächsten Mal viel schneller gehen. Wenn alles gut geht und er nach 45 Jahren wieder anspringt, geht es in den nächsten 2 Wochen wohl zum TÜV !
Das mit den Dichtungen muss ich erst einmal sehen. Der Motor hat Graphitdichtungen und ich habe am Block keinerlei Spuren von Undichtigkeit gefunden.
Ich werde berichten !

Detlef   
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Karlheinrich Meisel

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Antw:festsitzender Zylinderkopf
« Antwort #19 am: 19. April 2017, 18:36:00 »

Hallo Detlef,
auch ich habe das Problem, den Motor nicht selber ausbauen zu können. Zwar besitze ich einen entsprechenden Motorkran, aber ich habe es mir nicht zugetraut, da meine Garage so niedrig ist, dass ich nicht gleichzeitig das Auto anheben und die Motorhaube öffnen bzw. den Motor wirklich anheben kann. Also habe ich das Problem anders gelöst: ich habe irgendwann einen zweiten, revisionsbedürftigen Motor gekauft, eigentlich erstmal aus Spaß an der Freud, nur um ihn kennenzulernen. Dabei habe ich meinen Motorkran zum Handling dieses Motors dringend benötigt. Als bei meinem "Originalmotor" die Kompression des Zylinders 7 abfiel, habe ich die beiden Motoren dann bei Willi Winterkemper wechseln lassen und mir dann den ausgebauten "Originalmotor" vorgenommen. Der oberste Kolbenring in Zylinder 7 war gebrochen. Ich setze den Originalmotor bewußt in Gänsefüßchen, weil sich herausstellte, dass es ein Tauschmotor ist, der auch schon die zweite Schleifstufe der Kurbelwelle erreicht hatte. Jetzt habe ich immer einen Ersatzmotor in der Garage stehen, der notfalls schnell gewechselt werden kann. Für die Reparatur des jeweils ausgebauten Motors bleibt dann immer genügend Zeit. Das gleiche werde ich jetzt auch mit Getriebe und Differential machen.
viele Grüße und weiterhin viel Spaß beim Schrauben
Karlheinrich
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BMW 2600 L, Bj. 4/1963, Pazifikblau
 

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